Wie letzte Woche erwähnt, verschlug es mich am vergangenen Wochenende wieder einmal nach London. Wenn ich mir die aktuelle Situation anschaue, frage ich mich: Wie lange ich noch auf die Insel rüberkomme. Und ich meine nicht den Brexit. Finden die nächsten Flüge noch statt? Oder werden bald die Grenzen dicht gemacht, Flugzeuge auf dem Boden belassen? Die Lufthansa streicht mehr und mehr Flüge, Flybe musste den Betrieb einstellen. Wegen Corona.

Nicht falsch verstehen: Ich mache mir keine Sorgen wegen des Coronavirus’. Aber allmählich mache ich mir Sorgen, was diese Massenpanik- und hysterie alles nach sich zieht.

Vor kurzem berichtete ich davon, dass sich zahlreiche meiner Kollegen vermehrt Sorgen bezüglich der aktuellen Lage im Bereich Übersetzen und Dolmetschen machen. Der Coronavirus verbessert diese Lage gewiss nicht. Konferenzen werden abgesagt, Aufträge verschoben, weil Kunden Texte vorerst doch nicht benötigen. Es zieht weite Kreise.

Nach meinem Kurztrip nach London, der mich zur London Comic Con Spring 2020 führte, hatte mich der “Corona-Alltag” auch schnell wieder. Der SXSW, einer großen, bedeutenden Messe für die Technologie- und Entertainmentbranche, purzeln geradezu die Aussteller weg. Firmen wie Amazon, Netflix und IBM sagten ihre Teilnahme ab. Und dann platzte natürlich noch die Bombe: James Bond – Keine Zeit zu sterben wurde verschoben. Der erste große Blockbuster versucht dem Coronavirus zu entkommen. MGM befürchtet Einbußen am Box Office. Dabei kommt auch der Umzung vom 2. April auf den 12. November reichlich teuer. Man bedenke allein die Kosten für das Marketing, das auf der London Comic Con Spring betrieben wurde…

In London hatte ich wenigstens zeitweise noch gut zu lachen – wie oben auf dem Bild. Der Ausflug zur Themse hat sich gelohnt, das Wetter in diesem Moment auch gehalten. Erkundet habe ich den Borough Market. Lasst euch diesen auf keinen Fall entgehen, wenn ihr Zeit habt! Und am besten auch Hunger 😉

Gleich ums Eck liegt übrigens The Shard. Vor wenigen Jahren hab ich mir den Luxus gegönnt, die Aussichtsplattform zu besuchen. Billig ist es ja nicht. Den Blick ist es aber wert. Vor allem dann, wenn das Wetter mitmacht. Schaut euch ausführlich um. Es ist großartig, wie viele Sehenswürdigkeiten man von dort oben aus der Vogelperspektive erkennen kann. Vielleicht begeb ich mich ja auch irgendwann nochmal hoch. Sofern mir Corona keinen Strich durch die Rechnung macht, natürlich.