Letzte Woche legte ich im Blog eine Pause ein. Weshalb? Als Solo-Selbständige bin ich von den Konsequenzen betroffen und muss über diesen Elefanten im Raum zumindest indirekt sprechen, wenn ich aus meinem Alltag berichte. Aber ich wollte euch nicht an dieser Stelle mit noch mehr Corona bombardieren. Ich vermute, vielen geht es da wie mir: Überall nur noch Corona!

Seit Wochen berichte ich davon, dass Filme, Serien und Spiele aufgeschoben wurden. Ein Event nach dem anderen wurde gecancelt. Auch von den Events, auf die ich mich gefreut hatte, mussten einige dran glauben. Weitere werden folgen. Das ist abzusehen. Viele Airlines bleiben komplett am Boden, andere konzentrieren sich schon jetzt auf den Sommer 2021. Ihr könnt euch also vorstellen: Zumindest hier im Blog brauchte ich eine Pause.

Eine Pause, die ich nutzte.

Ich nahm mir am vergangenen Freitag die Zeit, die ich eigentlich in einen Blogpost gesteckt hätte, um meine Selbständigkeit im Hinblick auf die aktuelle Situation nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Derzeit ändert sich die Situation oftmals täglich, manchmal sogar stündlich. Ich beschäftigte mich mit drei großen Fragen:

Wie ist der Stand der Dinge?

  • Stammkunden. Die einen informierten mich in den Tagen zuvor darüber, dass die Kapazitäten heruntergefahren würden. Andere versicherten mir, es würde sich rein gar nichts ändern, da sie von der Krise nicht betroffen seien. Nach so vielen Jahren der Selbständigkeit kann man – vor allem bei langfristiger Zusammenarbeit – gut abschätzen, wie viel Zeit effektiv frei wird. Wer noch am Anfang der Selbständigkeit steht, dem kann ich empfehlen, Notizen zu machen. Auch ihr wisst sicherlich, wie lange ihr in der Regel für die Erfüllung eurer Aufgaben benötigt.
  • Laufkundschaft. Auch wenn ich kein Ladengeschäft und kein separates Büro habe, trudeln natürlich auch bei mir Einzelaufträge ein. Im Hinblick auf meine Fachgebiete rechne ich in nächster Zeit mit weniger Einzelaufträgen. Auch bei den Urkunden dürfte sich in nächster Zeit nicht viel tun, da die meisten Ämter und Gerichte gar nicht oder in einer Art Notbetrieb laufen und nur die dringendsten Aufgaben abarbeiten.
  • Eigene Website. Auf die Einnahmen auf meinem eigenen Content-Portal (nicht diese Website hier) habe ich wenig Einfluss. Hier stammen die Einnahmen aus Werbebannern. Da der aktuelle Content weitestgehend wegbricht und die Menschen mit anderen Themen beschäftigt sind, werden die Einnahmen automatisch sinken.

Was kann ich tun, um potenziell negativen Tendenzen entgegen zu wirken?

  • Stammkunden. Meinen Stammkunden stehe ich im vereinbarten Umfang zur Verfügung.
  • Laufkundschaft. Hier ist das Zauberwort Sichtbarkeit. Ich bin mir noch unschlüssig, ob dieses schwierige Thema mit dieser Krise einfacher oder komplexer wurde. Einfacher wurde es im Hinblick darauf, dass viele Selbständige die Werbebemühungen einstellen. Komplexer wurde es dadurch, dass nach und nach schlichtweg Teile der Wirtschaft einbrechen. Hoffnung gibt es aber insofern, dass viele Firmen in meinen Fachgebieten weiter produzieren. Und eben deshalb gilt: sichtbar bleiben. Entsprechend halte ich meinen Kurs, wie ich ihn vor der Krise eingeschlagen habe.
  • Website. Während tagesaktuelle Inhalte beinahe vollständig wegbrechen, gilt es umzudenken. Die vergangenen Tage habe ich damit verbracht, mir eine Strategie für die Erstellung von Inhalten zu erarbeiten, die die Website unterfüttern, dem Publikum einen Mehrwert bieten und zudem die Interaktion fördern. Auch hier gilt: Sichtbarkeit. Und das Gewinnen von mehr Aufmerksamkeit.
  • Neue Projekte. Freigewordene Kapazitäten widme ich meinem Roman. In den kommenden Monaten gehe ich unter die Selfpublisher. Verstärkt beschäftige ich mich daher damit, wie ich das Selfpublishing zu einem zweiten (oder dritten?) Standbein aufbauen könnte. Patreon, YouTube, Promo spielen aktuell eine große Rolle in diesem Bereich meiner Selbständigkeit.
  • Meine To-do-Liste: Nebenbei arbeite ich, sowie es meine Kapazitäten zulassen, meine To-do-Liste ab. Die steht in enger Verbindung mit den Themen Sichtbarkeit und neue Projekte und hilft somit ebenfalls, größere Sicherheit zu erlangen.