Wenn dir gerade keiner Arbeit anbietet, dann mach dir selbst Arbeit. Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber vor vielen Jahren sagte einer der Schauspieler auf einer gemütlichen Chevron-Convention (frei aus dem Kopf) diese wichtigen Worte. Diese Aussage führte er dahingehend aus, dass Schauspieler oftmals bei Auditions leer ausgehen und eine Weile keine (Schauspiel-) Jobs bekommen. In diesen Zeiten würde er selbst Drehbücher schreiben, die dann wiederum vielleicht als Film umgesetzt werden würden, in dem er selbst dann eine Rolle, womöglich sogar die Hauptrolle, spielen könnte.

Diese Aussage blieb mir im Gedächtnis. Und seit Beginn der Corona-Pandemie befolge ich sie strikter als je zuvor.

Wie vielen anderen Selbständigen brachen mir zahlreiche Aufträge weg. Neue Aufträge lassen auch weiterhin auf sich warten. Zwar hat sich in den vergangenen Monaten das ein oder andere ergeben und ich bin nun wieder bei verschiedenen Plattformen an Bord, die Lage bleibt aber angespannt. Finanziell wurde ich in meiner Selbständigkeit locker um 3-4 Jahre zurückgeworfen.

Also was macht man, wenn man plötzlich Zeit hat? Ich sitze jetzt nicht den halben Tag da und drehe Däumchen, aber die eine oder andere Stunde ist durchaus freigeworden. Dass ich deutlich mehr Zeit auf mein nerdiges Projekt Beyond the Show verwende, schrieb ich ja bereits an anderer Stelle. Auch in meine Sci-Fi-Reihe Der Verlorene Sektor fließt so manches Stündchen. Dennoch gibt es noch Zeit zu verplanen und die stecke ich derzeit in ein neues Projekt.

Noch möchte ich nicht zu viel verraten, da ich dieses Projekt noch etwas schlummern lasse. Es beschäftigt mich jedoch schon eine ganze Weile – und seit einer ganzen Weile etwas mehr. Aktuell sammle ich vor allem Informationen und fertige Text um Text an, mit dem dieses Projekt zum Leben erwachen wird. Vielleicht halte ich euch dann an dieser Stelle sogar auf dem Laufenden, wie ich vorgehe und wie sich das Projekt entwickelt. Wäre eigentlich spannend, oder nicht?

Dabei frage ich mich manchmal ja schon, weshalb ich überhaupt noch eine neue Website oder einen neuen Blog ins Leben rufe. Wo manche Regelungen durchaus sinnvoll sind, macht einem die Politik mit anderen Beschlüssen das Online-Leben durchwegs zur Hölle. Aber vielleicht merken es die werten Herrschaften ja bald selber, nun, da wir die Digitalisierung in Deutschland so rapide vorantreiben 😉

Bis dahin lasse ich mir den Spaß am Web nicht nehmen, denn auch mein neues Projekt macht einfach nur Laune. Und wer weiß, was sich daraus ergibt. Vielleicht auch neue Arbeit?