Schreibtisch fürs Home Office - LeetDesk - Erfahrungen

Welcher Schreibtisch eignet sich für Übersetzer und den Redaktionsalltag im Home Office? Nach ausführlicher Recherche entschied ich mich, mir einen LeetDesk-Schreibtisch ins Büro zu holen. Welche Überlegungen ich anstellte und wie die Bestellung lief, möchte ich euch in diesem Beitrag verraten.

Ein neuer Schreibtisch fürs Home Office

Seit jeher arbeite ich von zuhause aus – also schon seit Jahren und noch bevor es „cool“ war. Der Schreibtisch, an dem ich früher meine Hausaufgaben machte, diente einst schnell als Arbeitsplatz, mit PC und Monitor ausgestattet. Den Schreibtisch kauften meine Eltern damals zu meiner Schulzeit, lange bevor ich mein eigenes Geld verdienen konnte. Was ich immer sehr zu schätzen wusste, war, dass er mit 80 cm Tiefe ausreichend Platz bot, um den PC-Monitor so unterzubringen, dass ich nicht mit der Nase dranklebte. Mein Vater wollte, dass wir Kids einen ordentlich Arbeitsplatz haben und keinen Mini-Schreibtisch, aus dem wir bald rauswachsen würden.

Mitte 2021 stellte ich schließlich fest, dass mein Schreibtisch auseinanderfällt. Ein Tischbein fiel ab und die Schrauben, die eigentlich dazu da waren, dieses zu fixieren, griffen nicht mehr. Mit drei lauten „Pflops“ fielen sie dann auch aus der Tischplatte. Das Holz bröselte und Stücke davon fielen mir entgegen. Der Tisch war erledigt. Nach fast 25 Jahren vielleicht auch nicht besonders überraschend. Ich mochte den Tisch. Obwohl er in die Jahre gekommen war, hatte er mir – bis auf das finale Problem mit dem Tischbein – immer gute Dienste erwiesen.

Nun musste also ich mir zum ersten Mal Gedanken darüber machen, wie mein Schreibtisch aussehen sollte. Nur eines war mir relativ schnell klar: Auch mein neuer Schreibtisch sollte über eine Tiefe von 80 cm verfügen. Bei der Breite hingegen war ich mir zunächst nicht ganz sicher.

Alter Schreibtisch - Büro modernisieren
Der musste nun raus – über 20 Jahre hat er mich begleitet.

Mein idealer Schreibtisch fürs Home Office

Schreibtische gibt es viele. Mir war aber nicht klar, dass es so schwer werden würde, einen passenden Schreibtisch zu finden. Anfangs dachte ich noch daran, meinen neuen Schreibtisch selber zu bauen, doch davon kam ich sehr schnell ab. Preislich ist der Unterschied jetzt auch nicht sooo gewaltig, teilweise kommt ein Selbstbau sogar teurer. Leider ist ein guter Schreibtisch dennoch alles andere als günstig, wenn er einem gewissen Anspruch genügen soll. Mit Anspruch meine ich, dass ich werktags gut und gerne mal 10-12 Stunden am Schreibtisch sitze. Da kommt man schon ins Grübeln, schließlich soll der „Zweitwohnsitz“ dann schon entsprechend gestaltet sein, sodass man sich gerne daran aufhält.

Da ich mich für eine Tiefe von 80 cm entschied, blieb noch, auszurechnen, wie breit der Schreibtisch sein durfte. Weil ich mein Büro ohnehin renovierte und entsprechend auch Möbel umstellte, hab ich also erstmal richtig viel nachgemessen. Am Ende schwankte ich zwischen 140 cm und 160 cm. Da ich praktisch auf meinem Schreibtisch lebe, sollten jedenfalls ein paar Zentimeter dazukommen. Mein alter Schreibtisch maß gerade mal 120 cm in der Breite, was mich manchmal doch ein wenig einschränkte. Am Ende entschied ich mich für 160 cm, aber es gab natürlich noch andere Faktoren zu bedenken.

Ich dachte zunächst, meinen idealen Schreibtisch bereits gefunden zu haben. Doch daraus sollte am Ende nichts werden, denn ich befestige meinen Monitor – und eines Tages einen zweiten – mit einem Monitorarm am Schreibtisch, was enorm platzsparend ist. Mein bis dahin noch Traum-Schreibtisch hatte an der Rückseite allerdings einen 90°-Winkel und somit keine Möglichkeit, einen Monitorarm anzubringen. Für mich ein großes Manko.

Über die sozialen Netzwerke wurde ich dann auf LeetDesk aufmerksam. Der Schreibtisch lag zwar ein klein wenig über dem, was ich eigentlich für einen Schreibtisch ausgeben wollte, aber hatte nach eingehender Recherche alles, was mir wichtig war. Und ein wenig mehr. Am Ende überzeugte mich:

  • dass man eine Monitorhalterung anbringen kann
  • dass es hierfür sogar eine kleine Ausbuchtung gibt, damit der Schreibtisch im Großen und Ganzen mit der Wand abschließt
  • die Möglichkeit, den Schreibtisch in der Höhe zu verstellen
  • das System dahinter – Zubehörteile lassen sich auch nachträglich noch kaufen anbringen, eine Kabelleiste habe ich mir direkt mitbestellt

Die Bestellung

Ja, ich geb’s zu: Ich hab gewartet, bis es 10 % Rabatt gab, ehe ich zugeschlagen habe. Als ich gesehen hatte, dass es bei LeetDesk in der Vergangenheit bereits Cyber-Monday-Aktionen gegeben hatte, hatte ich gewartet, da ich 2021 ohnehin viele Ausgaben hatte.

Während des Aktionszeitraums stellte ich mir den Schreibtisch (Farbe, Größe, Zubehör) zusammen und legte ihn in den Warenkorb. Die Bestellung ging schnell und unkompliziert, doch als ich die Bestellbestätigung und Rechnung erhielt, hatte ich den Eindruck, die Kabelschiene würde fehlen.

Da LeetDesk einen Chat im Einsatz hat, habe ich sofort geschrieben und nachgefragt, ob ich mit meinem Verdacht richtig lag – tat ich. Die Kabelschiene kam im Warenkorb wohl trotz Konfiguration nicht an. Die Situation war jedoch schnell geklärt. Ich sollte die Kabelschiene extra kaufen, eine Mail schicken und auf den Chat Bezug nehmen. Gesagt getan, prompt erhielt ich auch auf die Kabelschiene die 10 % Rabatt und die Erstattung der in Rechnung gestellten Versandkosten. Bei LeetDesk fallen schließlich für alle Bestellungen, die keinen Schreibtisch beinhalten, Versandkosten an. Die Sache zu klären, war unkompliziert und flott erledigt.

Das Warten auf den Schreibtisch

Heutzutage fallen Wartezeiten ja häufig etwas länger aus. Gemäß den Angaben auf der Website rechnete ich daher damit, dass mein Schreibtisch Mitte bis Ende Januar 2022 bei mir eintraf. Zwischenzeitlich erhielt ich eine etwas kryptische Versandbestätigung, die sich allerdings nur auf die Kabelschiene bezog. Die traf dann auch solo ein. Zudem erreichten mich Mails mit der digitalen Aufbauanleitung für den Schreibtisch und ein Reminder mit den aktuellen Wartezeiten.

Bis dahin fühlte ich mich jedenfalls gut informiert und auch die Abwicklung mit der während der Bestellung verlorengegangenen Kabelschiene ging zügig und unkompliziert über die Bühne. Das machte Hoffnung, dass auch der Rest unkompliziert verlaufen würde.

Trotz der langen Wartezeit fiel das Warten natürlich schwer. Ich wollte mein Zimmer endlich soweit „fertig“ machen, was ohne den Schreibtisch nicht richtig ging. Es sah eben einfach merkwürdig aus. Dennoch machte sich die Geduld bezahlt und der Schreibtisch kam in eben jenem angekündigten Zeitraum an.

Schreibtisch fürs Home Office - LeetDesk - Aufbau

Der Aufbau des LeetDesk

In den vergangenen Jahren habe ich viele Möbel aufgebaut, abgebaut, wieder aufgebaut, manchmal sogar leicht umgebaut. Entsprechend schreckte ich auch vor dem Aufbau des LeetDesk nicht zurück. Die Anleitungen lagen alle vor, doch leider waren sie nicht immer ganz so eindeutig, wie ich es gerne gehabt hätte. Gerade, als es um die vorgebohrten Löcher für die einzelnen Komponenten ging, war manches aus den Zeichnungen nicht ganz ersichtlich, weshalb der Aufbau länger als angegeben dauerte.

Als der Schreibtisch stand, verkabelte ich dann auch gleich die Elektrik und stellte meinen PC wieder auf. Die Kabelschiene erwies sich hier wirklich als praktisch und das mitgelieferte Zubehör mit Kabelführungen und Kabelbindern ebenso.

Übrigens: Für den Aufbau solltet ihr unbedingt zu zweit sein!

Schreibtisch fürs Home Office - LeetDesk - Aufbau - Erfahrungen

Die ersten Erfahrungen mit dem LeetDesk

Der erste Eindruck des LeetDesk war sehr positiv, wenngleich ich anfangs ein wenig besorgt war, ob die Tischplatte wirklich viel aushält. Inzwischen hat sie sich als recht stabil erwiesen, wenngleich ich mich nicht unbedingt draufsetzen wollen würde, was bei meinem alten Schreibtisch durchaus ging. Das ist aber womöglich auch dem Umstand geschuldet, dass der Tisch immerhin 40 Zentimeter breiter ist und über an der Rückseite über kein massives Stützbrett verfügt, wie es bei meinem alten Schreibtisch der Fall war. Nun gut, ich habe ja inzwischen einen extrem bequemen Bürostuhl. Es gibt also keinen Grund, sich auf den Tisch zu setzen – dumme Angewohnheit XD

Die Beine des LeetDesk sind ebenfalls sehr massiv, trotz der darin verbauten Technik. Über ein paar wenige Knöpfe und dank Display lässt sich der Tisch bequem auf die gewünschte Höhe einstellen und ich habe den Eindruck, dass die neu gewählte Höhe meinem Körpe bei der Arbeit ebenfalls sehr gut tut.

Zum Arbeiten im Stehen bin ich bislang leider noch nicht gekommen. Da muss ich definitiv am PC nochmal etwas neu verkabeln, damit das klappt. Dann wird diese Option aber intensiv ausgenutzt. Auch die Entscheidung für 160 cm Breite statt „nur“ 140 cm hat sich für mich als richtig erwiesen, einfach, weil ich jetzt nicht mehr derart das Gefühl habe, bei der Arbeit eingeschränkt zu sein. Es herrscht insgesamt mehr Ordnung und „Luft“ auf dem Schreibtisch, was ein effektiveres Arbeiten gestattet und aufgeräumter aussieht, da sich Blöcke, Kalender und Notizen nun nicht mehr stapeln.

Schreibtisch fürs Home Office - LeetDesk - Erfahrungen

Ist also alles perfekt?

Nicht ganz. Insgesamt bin ich mit dem LeetDesk-Schreibtisch sehr zufrieden, doch ein Manko hat er: Die Oberfläche ist sehr, sehr empfindlich. Dass ich mit Staub auf einer schwarzen Oberfläche klarkommen muss, ist logisch. Allerdings habe ich an einer Stelle auch schon Kratzer. Wie die da hinkommen (unter dem Pad für Maus und Tastatur), weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mit entsprechender Vorsicht gehe ich deshalb inzwischen vor, aber ein wenig ärgerlich ist es schon. Natürlich fallen Kratzer (ebenso wie Staub) auf einer schwarzen Oberfläche deutlicher auf, aber bei dem Preis hätte ich mir eine etwas robustere Oberfläche erhofft.

Fazit zum Schreibtisch von LeetDesk

Insgesamt bin ich mit dem Schreibtisch von LeetDesk sehr zufrieden. Die Oberfläche könnte ein wenig weniger empfindlich sein, aber insgesamt ist der Schreibtisch sehr robust und das System dahinter durchdacht. Ich bin glücklich mit meiner Anschaffung und alles in allem passt auch das Preis-/Leistungsverhältnis, insbesondere in Anbetracht des guten Services – ich fühlte mich ständig bestens informiert und die Sache mit der Bestellung der Kabelschiene war so unglaublich umkompliziert, schnell und einfach gelöst, dass ich es kaum glauben konnte.

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