• 25. Oktober 2022
  • Nicole Saelzle
  • 0

Ach, XING … War es das nun? Vor geraumer Zeit gaben die Verantwortlichen bekannt, dass die Plattform die Gruppen und die Events einstellen wird. Mehr und mehr Menschen und Gruppen wandern ab. Viele haben direkt angekündigt, zu LinkedIn zu wechseln oder sich andere Wege des Vernetzens zu suchen. Hat sich XING also selbst den Todesstoß versetzt?

Schwer zu lieben …

Ich pflege ein ziemlich schwieriges Verhältnis zu XING. Sowohl LinkedIn als auch XING finde ich gegenüber anderen sozialen Netzwerken unglaublich unflexibel, dabei wäre es doch gerade hier wichtig, dass man sich ein wenig austoben könnte, um sich und die eigenen Leistungen zu präsentieren. XING hatte mich dahingehend seit jeher deutlich mehr eingeschränkt, als es LinkedIn tat und ich wurde mit dem Netzwerk nie richtig warm.

Selbst als ich vor ein paar Jahren eines der vielen Angebote nutzte, vergünstigt ein Premium-Abo abzuschließen, stieß ich immer wieder an Grenzen, an denen ich dann wiederum extra zur Kasse gebeten wurde – was ich nicht einsah. Wofür zahlen, um dann für verschiedene Kleinigkeiten nochmals in den Geldbeutel greifen zu müssen – so bahnbrechend waren die Ergebnisse, die ich mit dem kostenpflichtigen XING-Konto erzielte, auch wieder nicht. Zum Schluss lief es weitestgehend darauf hinaus, dass ich – überspitzt formuliert – dafür zahlte, dass ich sehen konnte, wer mein Profil besuchte. Klar, ich konnte auch deutlich mehr Profile einsehen, aber einen wirklichen Mehrwert bot mir das nicht und so kündigte ich mein Premium-Abo ziemlich schnell wieder und spare mir das Geld für sinnvollere Ausgaben.

Tja, und nun heißt es also „Bye, bye, Gruppen und Events“ – und ich bin wirklich hin- und hergerissen.

Wird XING diesen Schachzug überleben?

Ob es an meiner Einstellung zu XING oder meinem generellen Problem mit beruflichen Social Media liegt, aber XING nahm ich als Plattform ohnehin schon lange als reichlich tot wahr. Häufig kam ich mir vor, als würden nur ewig lange Monologe geführt werden, auf die gab es kaum Reaktionen. Diskussionen? Wenn die sich mal entwickelten, dann hauptsächlich in ein paar wenigen, sehr aktiven Gruppen. Eben jenen Gruppen wird nun ein Riegel vorgeschoben. Ehrlich: Einerseits kann ich es verstehen, denn wer möchte schon unnötig viel Ballast mit sich herumschleppen? Niemand profitiert von ausgestorbenen Gruppen.

Andererseits ist es natürlich äußerst schade um das bisschen verbliebene Aktivität. Statt die Gruppen wiederzubeleben und attraktiver zu machen, folgt auf die vielen Hürden, die XING den Betreibern in den vergangenen Jahren zunehmend in den Weg legte, nun also die Schließung. Wundern würde es mich nicht, wenn damit viele der Plattform vollends den Rücken kehren würden und künftig nicht nur die Gruppen wie ausgestorben sind.

Was ist eure Meinung zu dieser Entwicklung? Gibt sich XING mit der Schließung der Gruppen und Events den Rest?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.