Das Hobby zum Beruf machen - Vor-und Nachteile und Risiken

Das Hobby zum Beruf machen – das ist doch super! Tagtäglich das tun, was man ohnehin liebt, und damit auch noch seine Brötchen verdienen? Ja, das klingt wirklich großartig und ist es auch. Für die einen zumindest. Für andere kann es sich zu einem wahren Albtraum entpuppen, denn wie vieles im Leben hat auch das Konzept „das Hobby zum Beruf machen“ gute und schlechte Seiten. In diesem Beitrag möchte ich dir aufzeigen, was du bedenken solltest, wenn du vorhast, dein Hobby zu professionalisieren und welche Risiken dieser Schritt bergen kann.

Das Hobby zum Beruf machen: Diese Vorteile bringt diese Entscheidung mit sich

Das zu tun, was man liebt, bringt viele Vorteile mit sich, immerhin solltest du deinen Job schon sehr gut leiden können, um darin als Selbständiger gut zu sein, denn gerade Selbständige arbeiten häufig von früh bis spät, nicht 9 bis 17 Uhr. Wenn du dich mit der Frage beschäftigst ob und mit was du dich selbständig machen möchtest, wirst du dich zwangsläufig mit dem Gedanken konfrontiert sehen, ob du nicht vielleicht sogar dein Hobby zum Beruf machen könntest. Das kann durchaus eine gute Idee sein.

+ Du liebst, was du tust

Dein Hobby ist nicht umsonst dein Hobby. Du beschäftigst dich damit, weil es dir Spaß macht und weil du Freude daran hast. Das hilft dir dabei, auch harte Arbeitstage oder -wochen durchzustehen. Du wirst morgens mit einem Lächeln aufstehen, weil du dich direkt wieder deiner Leidenschaft widmen kannst und auch noch Geld dafür bekommst.

+ Du bist Experte auf deinem Gebiet

Mit einem Hobby beschäftigst du dich intensiv und vielleicht schon seit vielen Jahren. Du kennst dich aus und weißt, wovon du redest, weil du deinen (künftigen) Job auch in der Freizeit lebst. Tipp: Mach ein langjähriges Hobby zum Beruf. Wenn du häufig dein Hobby wechselst oder erst seit kurzem dabei bist, bist du vielleicht im Rausch der Gefühle und das kann schnell nachlassen. Schlägt dein Herz aber schon seit Jahren für dein Hobby, ist es erfahrungsgemäß wahrscheinlicher, dass du auch künftig dran bleibst – aber eine Garantie gibt es natürlich nie.

+ Immer up to date

Du hast in den vergangenen Jahren nicht nur viel Wissen angesammelt, auf das du zurückgreifen kannst, wenn du dein Hobby zum Beruf machst, du bist meist auch immer up to date – schließlich informierst du dich fortlaufend über das, was dich in deiner Freizeit beschäftigt. Das kommt dir in deiner bevorstehenden Selbständigkeit zu Gute.

 

Diese Nachteile hat es, wenn dein Hobby zum Beruf wird

Welche Nachteile soll es schon haben, das Hobby zum Beruf zu machen? Die Vorteile liegen doch ganz klar auf der Hand und wenn man tut, was man liebt, kann ja schon nichts schief gehen. Falsch gedacht. Leider gibt es durchaus Nachteile, die dieser verlockende Schritt mit sich bringt und die solltest du dir auf jeden Fall durch den Kopf gehen lassen, wenn du mit dem Gedanken spielst, dich mit deinem Hobby selbständig zu machen.

– Du verlierst den Spaß an deinem Hobby

Eine große Gefahr besteht darin, dass du den Spaß an deinem Hobby und somit auch an deinem Beruf verlierst. Denk dran: Was du zunächst in deiner Freizeit aus Spaß an der Freude tust und vermutlich auch, um einfach nur vom Alltag abzuschalten, wird mit diesem Schritt zu deinem Alltag. Kannst du noch abschalten, wenn du dich ohnehin schon den ganzen Tag mit deiner Leidenschaft beschäftigst?

Hilfreich kann es sein, wenn du weitere Hobbys hast, die dir beim Abschalten helfen. Ich schreibe tagtäglich über meine große Leidenschaft – Filmen, Serien, Entertainment allgemein – kann mich aber beim Sport auspowern und beim Kostümbau fernab des Bildschirms und der Tastatur abschalten.

– Du überarbeitest dich

Du brennst für dein Thema und hängst dich voll rein. Du liebst dein Hobby und nun deinen Beruf. Du gibst einfach alles. Das ist gut – aber wiederum auch nicht. Natürlich ist es von Vorteil, wenn deine Begeisterung für dein Hobby > Beruf nicht abflaut, aber dies birgt das Risiko, dass du (wie oben erwähnt) gar nicht mehr abschalten kannst und nur noch arbeitest. Anfangs mag das ja noch spannend, aufregend und vielleicht auch ganz toll sein, aber früher oder später, wirst du dich überarbeiten, wenn du dir keine Grenzen setzt. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede.

– Nicht jedes Hobby eignet sich zum Geldverdienen

Das ist ein Aspekt, den man nicht vergessen sollte: Nicht jedes Hobby lässt sich zu Geld machen – und nicht jedes Hobby lässt sich auf dieselbe Weise zu Geld machen. Mag im einen Bereich ein Online-Shop gut funktionieren, weil genau das bislang fehlte, funktioniert im anderen Bereich ein Blog auch unter den heutigen, immer schwieriger werdenden Bedingungen noch ganz gut. In manchen Bereichen lässt sich zwar Geld machen, aber nicht ausreichend, um damit wirklich über die Runden zu kommen.

Bedenke, dass du als Selbständiger mit vielen Kosten konfrontiert wirst, die ein Angestellter nicht tragen muss. Wäge deshalb vorher gut ab, was du kannst und was in deinem Bereich gut funktioniert, denn es bringt nichts, wenn du zwar Feuer und Flamme für deinen neuen Job bist, dir aber die (zahlungswilligen) Kunden fehlen.

Entscheidung von Tragweite

Die Entscheidung, ob du dein Hobby zum Beruf machst und dich damit sogar auf das Abenteuer der Selbständigkeit einlässt, kann dir niemand abnehmen. Es kommt immer ganz auf den Menschen, das jeweilige Hobby und die Chancen, sich daraus eine Zukunft aufzubauen, an und somit kann die Frage gar nicht pauschal beantwortet werden.

Wichtig ist meines Erachtens nach vor allem, dass es sich um keine spontane Idee handelt, die du mir nichts dir nichts von heute auf morgen umsetzen möchtest, dafür deinen womöglich sicheren Beruf direkt kündigst und dich voll und ganz darauf verlässt, dass es schon laufen wird. Seien wir ehrlich: Es sind Ausnahmen, in denen das wirklich funktioniert, und, egal, wie sehr man uns diese spontanen Richtungsänderungen im Leben als Erfolgsgeschichten verkaufen möchte, es gehört dazu auch immer eine Portion Glück.

Viele scheitern eben deshalb, weil es sich um eine spontane Idee handelte, auf deren Umetzung sie sich nicht vorbereiteten, und das ist ein Weg, den niemand unbedingt einschlagen möchte. Nimm dir deshalb die Zeit, dir ausführlich Gedanken zu deinem Bereich und den damit verbundenen Chancen und Risiken zu machen und wäge Pro und Contra ausgiebig ab. Der Schritt in die Selbständigkeit ist immer groß und lebensverändernd – in die eine oder die andere Richtung – und entsprechend gut vorbereitet solltest du sein.

 

 

 


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